Finnisches Schulwesen

10. Januar 2010 um 08:00 | Veröffentlicht in Allgemein, Finnland, Politik | Hinterlasse einen Kommentar
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Nach den Pisa-Ergebnissen ist das finnische Bildungssystem immer wieder gelobt worden und viele Politiker hierzulande forderten, dass man sich den Skandinaviern anpassen solle. Dieser Artikel soll daher das finnische Schulwesen einmal näher erklären.

Das Bildungssystem in Finnland wird generell vom Zentralamt für Unterrichtswesen (Opetushallitus) vorgegeben und reguliert, aber durch die Regierung beschlossen. Die oberste Schulbehörde in Finnland ist das Bildungsministerium. Weitere Aufsichten gibt es allerdings nicht, die Bildungsinstitutionen kontrollieren sich praktisch selbst. Andererseits gibt es statistische Erhebungen die mögliche Qualitätsverluste einer Bildungseinrichtung aufzeigen würden. Normalerweise werden die gesetzlich festgesetzten Ziele allerdings erreicht. Die Ausgaben für Bildung liegen deutlich über dem OECD-Durchschnitt. Schulpflicht besteht in Finnland seit 1921.

Ziel Finnlands ist es, dass Bildungsmöglichkeiten für alle Bürger gewährleistet werden, egal welchen Hintergrund sie besitzen. Neben der Lernmittelfreiheit wird bspw. auch der Transport zur Einrichtung vom Bildungsträger finanziert. Das Bildungsministerium hat die Schwerpunkte Informationsgesellschaft, Unterricht der Mathematik und der Naturwissenschaften, Sprachunterricht und Internationalisierung festgelegt.

In Finnland wird man mit sieben Jahren eingeschult, manche besuchen mit sechs aber schon die nicht verpflichtende Vorschule. Mit drei Jahren hat man Anspruch auf einen Kinderkrippenplatz, grundsätzlich gibt es Kindertagesstätten zur Betreuung bis das Kind sechs Jahre alt ist. Wenn Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen, werden sie finanziell dafür entlohnt.
Die Schulpflicht gilt für neun Jahre ab Einschulung. Diese verbringen die meisten Finnen auf einer Gesamtschule, bei der die ersten sechs Jahre von Klassenlehrern und die letzten drei Jahre von Fachlehrern unterrichtet werden. In den ersten sechs Jahren bleibt man in der Regel nicht sitzen.
Noten gibt es in den ersten vier Klassen nicht, ab dann ist Benotung fakultativ. Ab der siebten Klasse sind Noten dann allerdings verpflichtend. Das Notenspektrum reicht von 4 (nicht bestanden) bis 10 (ausgezeichnet).
Auch die Abschlussprüfung der Gesamtschule ist Pflicht, wenn man weiter zur Schule gehen möchte. Jeder Schüler erhält mindestens jährlich einen Bericht über seine Fortschritte. Optional gibt es auch ein zehntes Schuljahr.

Meist beginnt der Schultag um 8.00 Uhr und endet gegen 15.00 Uhr. Wenn nachmittags unterrichtet wird, erhalten die Kinder ein kostenloses Mittagessen in der Schule. Die Gesamtstundenzahl des Unterricht ist allerdings geringer als bspw. in Deutschland. Das Gerücht, dass es in Finnland nur Ganztagsschulen gibt, stimmt nicht – sie sind auch nicht die Regel.
Lehrer werden, wie in Finnland sonst auch üblich, mit Vornamen angesprochen oder mit ope, der Kurzform von opettaja – Lehrer. Ein wichtiger Teil der Bildung sind Fremdsprachen und Sonderunterricht. Auch das Erlernen von grundlegenden EDV-Kenntnissen steht auf dem Plan. Lehrmaterialien werden komplett von der Schule gestellt.

Nach der Gesamtschule hat man die Wahl zwischen einer allgemeinbildenden oder einer berufsbildenden Sekundarstufe II. Erstere erhält man nach einer Aufnahmeprüfung in finnischen Gymnasien. Hier wird man in einem bestimmten Kurssystem zum Abitur geführt, was in der Regel drei Jahre dauert, wahlweise aber auch um ein Jahr verkürzt oder verlängert werden kann. Die Abiturprüfungen werden zentral gestellt und können bei Nichtbestehen wiederholt werden. Die Prüfungen umfassen obligatorisch die Muttersprache (meist Finnisch oder Schwedisch), eine Fremdsprache (meist Schwedisch, Englisch oder Deutsch) und Mathematik bzw ein weiteres Fach aus der Natur- oder Geisteswissenschaft.
Die berufsbildende Sekundarstufe II ist mit dem deutschen Prinzip der Ausbildung zu vergleichen, so dass auch hier zwischen Arbeit und Unterricht aufgeteilt wird. Mit dem Abschluss einer dreijährigen Ausbildung erhält man in Finnland allerdings auch eine Hochschulzugangsberechtigung.
Etwa jeweils die Hälfte eines Jahrgang entscheidet sich für eine der beiden Sekundarstufen, so dass die Aufteilung relativ ausgeglichen ist. Die Quote der Studienberechtigten pro Jahrgang liegt in Finnland im Schnitt bei 90% (vgl. Deutschland rund 45%).

Das Studium umfasst, wie mittlerweile auch zumeist in Deutschland, die Gliederung Bachelor, Master, PhD – auf Finnisch Kandidaatti, Maisteri, Tohtori. Es gibt keine Studiengebühren in Finnland, zusätzlich erhalten Studenten Unterstützung vom Staat und etwaige Vergünstigungen.

Quellen:
finn-land.net
Bildungssystem in Finnland
Bildungssystem in Finnland.doc

Jugendschutz in Finnland

29. November 2009 um 12:00 | Veröffentlicht in Film, Politik | Hinterlasse einen Kommentar
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Manche von euch haben vielleicht vor einigen Wochen die Sendung ‚Genial Daneben‘ gesehen und sich über die finnische Frage dort gefreut. Es ging nämlich um das finnische Pendant zur FSK. Diesen Anlass nutzen wir heute um euch die Selbstkontrolle bei Filmen und Spielen näher zu bringen und auch einmal über das Thema Zensur in Finnland zu sprechen und die Medienlandschaft etwas näher zu beleuchten.


Für Filme, ob nun auf DVD oder im Kino, und auch für Spiele oder generell für Medien im weitesten Sinne, gibt es in Finnland Kontrollinstanzen. Für die Altersfreigaben im Bereich Film und Fernsehen ist die Valtion Elokuvatarkastamo (VET) zuständig, die staatliche Filmkontrolle.
Wie in Deutschland von der FSK auch, werden Filme, bevor sie in den Verkauf oder ins Kino gelangen, von der VET überprüft und eingestuft. Die Altersbegrenzungen sind bindend und werden stark kontrolliert. Eingeteilt sind diese Altersbegrenzungen in die Abschnitte ab drei, sieben, elf, 13, 15 und 18, wenn die Filme von der VET überprüft wurden. Wenn der Filmverleih auf eine Einstufung verzichtet, ist der Film automatisch ab 18. Da Einstufungen den Verleih Geld kosten, verzichten manche auf die Überprüfung durch die VET, wie zum Beispiel der Verleih von „Unsere kleine Farm“ – was zur Folge hat, dass eben jene Serie in Finnland ab 18 verkauft wird.
Die einzige Ausnahme bezüglich der Altersbegrenzungen ist ähnlich geregelt wie bei uns: Unter Begleitung eines Erziehungsberechtigten dürfen Kinder bis zu zwei Jahre früher in einen Film – also ein 13-jähriger kann mit seinem Vater in einen Film ab 15 gehen. Allerdings gilt diese Regel nicht bei Filmen mit Freigabe ab 18.


Jugendschutz in Finnland ist noch an anderen Stellen angebracht, wie zum Beispiel beim Alkohol. Finnland hat den Ruf, dass Alkohol im Land gekauft fast unbezahlbar ist. Außerdem wird Alkohol ab 4,9% nur noch in Läden des staatlichen Kette Alko verkauft. Diese Tatsachen blicken auf eine Lange Entwicklung zurück, die damit begann, dass das Schnapsbrennen per Gesetz ab 1866 verboten war. Trotz zahlreicher Proteste wurden auch regionale Alkoholverbote eingeführt, so dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts Finnland, mit 1.5l pro Kopf Verbrauch, das trockenste Land weltweit war. Die Arbeiterbewegung sprach sich schon 1906 für ein landesweites Alkoholverbot aus, umgesetzt wurde dies aber erst 1919.
Durch das generelle Verbot entwickelte sich ein blühender Handel und Schmuggel und erst 1932 wurde das Verbot in Städten wieder aufgehoben, auf dem Land sogar erst 1968. Herstellung und Handel unterliegen seitdem dem Alko-Monopol.
Die 15- uns 16-jährigen bilden derzeit dennoch die Gruppe der stärksten Alkoholkonsumenten, auch wenn sie – ähnlich wie in Deutschland – noch keinen Alkohol kaufen und konsumieren dürften. Selbst Verkauf von Bier oder niedrigprozentigem Alkohol ist erst ab 18 Jahren freigegeben.


Weitere Bereiche für den Jugendschutz findet man im Internet. Aber auch das Internet für sich genommen bietet schon genug Handlungsspielraum. Wie wir bereits berichtet hatten, versucht man in Finnland auch die Polizei „online“ zu bekommen, so dass man mit den Bürgern in besserem Kontakt steht. Außerdem wird in Finnland auch das Internet auf jugendgefährdende Inhalte überwacht und bei manchen Dingen wird gegebenenfalls auch eine Sperre verhängt.
So sind Seiten mit Kinderpornographie in der Theorie in Finnland nicht aufrufbar – soweit sie denn bereits gemeldet und gesperrt wurden. Des Weiteren werden auch andere Homepages gesperrt, wenn es den zuständigen Behörden sinnvoll erscheint. So zum Beispiel Seiten, die auf kinderpornographische Inhalte verlinken.
Im Dezember 2007 schickte die Keskusrikospoliisi (dt.: nationale Ermittlungsbehörde) daher eine ‚Schwarze Liste‘ mit zu sperrenden Seiten an Finnland Internetprovider. Die Sperrung der Seiten war freiwillig, das Kommunikationsministerium drohte aber die Sperrungen verpflichtend zu gestalten, sollte ihnen nicht nachgekommen werden.
Nachforschungen in Finnland ergaben, dass ein Großteil dieser Seiten allerdings keine Kinderpornographie, sondern lediglich legale Pornographie enthielt und es somit eigentlich keine Beanstandung geben dürfte. Zumal auch einige Seiten zu sperren waren, die überhaupt keine pornographischen Inhalte hatten. Aufgrund dieser Entdeckungen wurde Rufe bezüglich der Zensur laut. Man wirft der Regierung vor, Seiten gezielt vom finnischen Volk fernzuhalten, obwohl dafür keine juristischen Gründe vorliegen.
So wurde auch die Seite die über diese angebliche Zensur berichtete auf die ‚schwarze Liste‘ der Polizei gesetzt und kann daher nur noch über bestimmte Provider eingesehen werden. Mitglieder der Regierung und der Polizei sind über diese Sperrung geteilter Meinung. Der Streit über diese Jugendschutzmethoden hält weiterhin an und ist sicherlich auch mit kritischen Blicken zu betrachten.





Quelle:
lapsiporno.info
effi.org
vet.fi
finn-land.net

Finnlands Staatspräsidenten im Überblick II

28. September 2009 um 11:08 | Veröffentlicht in Geschichte, Persönlichkeiten, Politik | Hinterlasse einen Kommentar
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Hier folgt der zweite Teil der Übersicht über Finnlands Staatspräsidenten, diesmal von Carl Gustav Mannerheim bis Tarja Halonen. Der erste Teil des Artikels findet sich hier.

Carl Gustav Mannerheim 1944-1946
Mannerheim ist eine so schrecklich berühmte und wichtige Persönlichkeit, dass ich mich auf ein paar Stichworte beschränken muss. Zuerst mal war er lange beim Militär und spielte beim Bprgerkrieg 1918 eine wichtige Rolle. Er hatte den Oberbefehl über die sog. „weißen“ Truppen. Die besiegten „Roten“ wurden hinterher ziemlich grausam behandelt, wogegen Mannerheim wohl nichts unternommen hat. Im Winterkrieg war Mannerheim Oberbefehlshaber der finnischen Armee. Als Präsident von Finnland (1944-1946) brach er die Beziehungen zum Deutschen Reich ab und schloss dann direkt einen Waffenstillstand mit der Sowjetunion. Siehe dazu auch den Abschnitt über Risto Ryti.

Mannerheim



Juhu Kusti Paasikivi 1946-1956
Paasikivi hatte bis 1885 den noch nicht fennifizierten (also schwedischen) Namen Johan Gustav Hellsten. Er ist vor allem bekannt für die Aussöhnungspolitik mit der Sowjetunion. In den 1960ern und 70ern vollführte Finnland den Drahtseilakt, gleichzeitig gute politische Beziehungen zu Skandinavien (zur Sicherung von Finnlands Anschluss an Westeuropa) und dem mächtigen Nachbar Sowjetunion (zur Wahrung der finnischen Unabhängigkeit) zu halten.

paasi



Urho K. Kekkonen 1956-1982
Es folgt ein weiterer, sehr wichtiger Mensch und einer der wenigen Namen, die man auch außerhalb Finnlands schon mal gehört hat. Kekkonen ist der am längsten amtierende Staatspräsident Finnlands. Nach seiner Amtszeit hat man darum festgesetzt, dass der finnische Präsident höchstens für zwei mal sechs Jahre regieren darf. Kekkonen führte die Politik Paasikivis fort, welche man deshalb Paasikivi-Kekkonen-Linie nennt. Beständig war er (sehr erfolgreich) um ein friedliches Verhältnis zur Sowjetunion und der Versicherung von Finnlands Neutralität bemüht, wobei er einen recht autoritären Regierungsstil pflegte. Kekkonen ist immer noch sehr beliebt in Finnland, da er den Land zu Aufstieg und Wohlstand verhalf.

Mauno Koivisto 1982-1994
Koivisto wurde Präsident, nachdem Kekkonen aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste. Er führte zuerst die Außenpolitik Kekkonens fort bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion. Danach unterstützte er zum Beispiel den EU-Beitritt Finnlands, der 1995 erfolgte.

Martti Ahtisaari 1994-2000
Ahtisaari ist außer Politiker auch noch Diplomat. 2008 wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen. Er war zum Beispiel viele Jahre lang Namibia-Beauftragter der UNO. Auch war er beteiligt am Erreichen vom Ende des Bürgerkriegs in Aceh (Indonesien) im Jahr 2005. Später leitete er zudem die Verhandlungen über den zukünftigen Status vom Kosovo.

Tarja Halonen 2000-
Wir sind in der Gegenwart bei der aktuellen finnischen Präsidentin angekommen. Sie ist, wie vielleicht aufgefallen ist, die erste Frau, die dieses Amt bekleidet. Zuvor wurde sie bereits die erste weibliche Außenministerin in Finnland. Sie ist ein eher unkonventioneller Mensch, war zur Zeit ihrer Wahl alleinstehende Mutter, ist aus der Kirche ausgetreten, mag keine steif-feierlichen Zeremonien und setzt sich schon lange für Menschenrechte und Minderheiten, zum Beispiel Schwule und Lesben, ein. Gleichzeitig genießt sie großes Vertrauen, wodurch sie zum Beispiel im Jahr 2000 auf dem Millenniums-Gipfel der UNO gemeinsam mit Namibias Präsident Sam Nujoma den Vorsitz geführt hat.

Quelle: Ingrid Bohn – Finnland. Von den Anfängen bis zur Gegewart. In: Geschichte der Länger Skandinaviens. Herausgegeben von Jörg-Peter Findeisen. Regensburg: Verlag Friedrich Pustet, 2005.

Essen und internationale Beziehungen

18. September 2009 um 08:10 | Veröffentlicht in Essen, Politik | Hinterlasse einen Kommentar
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Dem gewöhnlichen Staatsbürger sind diplomatische Beziehungen manchmal ein Rätsel. Wer darf wem die Hand schütteln, wer sitzt beim Staatsempfang neben wem und welches Gastgeschenk bringt man mit? Als Nichtpolitiker gibt es einige Faux pas, die man begehen kann – aber um diese zu vermeiden hat jedes Land ja seine großen Staatsmänner und -frauen. Man glaubt gar nicht, wie schnell solche Beziehungen sonst irreparabel geschädigt werden können. Ein Beispiel, wie man internationale Beziehungen pflegt.


Als Erstes zu merken für angehende Diplomaten: Ehrlichkeit ist ganz wichtig! Wenn man nach einem Besuch im fremden Land der Meinung ist, dass etwas während der Reise nicht in Ordnung war, dann sollte man das auch sagen. Wie zum Beispiel der italienische Premier Berlusconi. Nach einem Finnlandbesuch klangen seine Äußerungen nämlich in etwa so: “Finnisches Essen ist grässlich!”
Natürlich reagierte man in Finnland auch auf die Kritik aus dem Ausland. So lud man dann den italienischen Botschafter in Finnland de Mohr gern nochmal ins Außenministerium ein, um über die Kritik zu sprechen.
Solche Aussprachen sind vor allem dann wichtig, wenn es gemeinsame Entscheidungen zu treffen gilt, wie festzulegen wo die europäische Lebensmittelbehörde ihren Sitz bekommt. Bis auf Italien war sich die EU hier nämlich schon einig: In Helsinki.
Allerdings darf man den italienischen Premier hier nicht unterschätzen. Er hat bei einem erneuten Besuch in Finnland, um mit Staatspräsidentin Halonen über den Sitz der Behörde zu sprechen, nach eigenen Angaben seinen Playboycharme eingesetzt, um die Entscheidung zu seinen Gunsten zu beeinflussen. (Ein kostenloser Tipp, liebe Diplomaten. Schreibt ihn euch auf!)
Nun sitzt die Lebensmittelbehörde übrigens in Parma, weit weg vom Rentierfleisch – aber nah am Schinken. Um Berlusconi dazu auch noch einmal zu gratulieren, schickte ein finnischer Politiker eine Postkarte mit guten Wünschen und dem Bild eines Schweins. (Kommunikation! Noch so ein guter Tipp! Stellt euch vor, wie die Situation hätte eskalieren können, wenn man da nicht unglaublich feinfühlig gewesen wäre und die Gratulation vergessen hätte!)
Der finnische Premier Vanhanen hat dann zur Pflege der Beziehungen zu Italien später auch noch zugegeben, wie gut das Essen dort doch ist. Er hätte eine Vorliebe für Spaghetti – wie für alles einfache Essen.
Und da man ja auch weiß, was sich gehört und nicht schadenfroh ist, waren die Finnen auch eher bedrückt von der Tatsache, dass Finnland die Pizza-Weltmeisterschaft in New York gewonnen hat, vor Italien – dem Geburtsland der Delikatessen. Man kann als Land bei sowas ja auch nicht einfach so gewinnen, hinterher schädigt man noch die internationalen Beziehungen.

Quellen: Finnische Mundpropaganda
news.at

Finnlands Staatspräsidenten im Überblick

13. September 2009 um 10:00 | Veröffentlicht in Geschichte, Persönlichkeiten, Politik | 1 Kommentar
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In diesem Artikel möchte ich einen kleinen Überblick über die Menschen geben, die bisher Finnlands Staatsoberhaupt waren bzw. sind. Unvermeidlich wird dies zugleich ein kleiner Geschichtsüberblick.
Der Präsident (offiziell: Präsident der Republik Finnland; finnisch: Suomen Tasavallan Presidentti; schwedisch: Republiken Finlands President) wird direkt vom Volk für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Seit 1994 darf er nicht öfter als für zwei Amtsperioden gewählt werden. Das genaue Wahlprozedere soll aber nicht Gegenstand dieses Artikels werden. Ich verweise auf unseren Artikel über das politische System Finnlands. Statt dessen sollen die bisherigen Präsidenten in Hinblick auf die „Taten“, durch die ihr Bild im Gedächtnis der Geschichte hauptsächlich geprägt wurde, vorgestellt werden.
Ich beginne mit den ersten fünf Präsidenten und die nächsten sechs folgen in zwei Wochen.



Kaarlo Juho Stålberg 1919-1925

Er war der erste Präsident der jungen Republik Finnland und kommt aus dem liberalen Umfeld. Am 6. Dezember 1917 hatte sich Finnland für unabhängig erklärt. Dann gab es noch einen unschönen, blutigen Bürgerkrieg. Aber schließlich bekamen die Republikaner Überhand und der erste Präsident konnte gewählt werden. Dem Inhaber des Amtes wurde verglichen mit anderen europäischen Demokratien relativ viel Macht übertragen (welche erst in den 90ern wieder eingeschränkt wurde). Stålberg verzichtete aber 1925 demonstrativ auf eine weitere Kandidatur. Später hat er es trotzdem noch mal versucht, unterlag aber knapp seinen Konkurrenten.
Ståhlberg




Lauri Kristian Relander 1925-1931
Der zweite Präsident Finnlands fand kaum Unterstützung und wurde eigentlich ständig kritisiert. Vor allem die Zeit unter den ersten zwei Präsidenten war durch viele Regierungsauflösungen gekennzeichnet. Bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges gab es 22 Regierungen.




Pehr Evind Svinhufvud 1931-1937
Er war ein konservativer Politiker und seine Regierungszeit war geprägt von einer angespannten Stimmung zwischen den bürgerlichen Parteien und den Sozialdemokraten. Die Sozialdemokraten waren eigentlich stärkste Partei, aber ihnen wurde die Teilhabe an der Macht versagt. Das wurde Svinhufvud dann zum Verhängnis, er wurde 1937 nicht wiedergewählt.
Vor dem finnischen Parlamentsgebäude kann man eine große Statue von Svinhufvud bewundern.
Svinhufvud





Kyösti Kallio 1937-1940

Kallio war vor seiner Präsidentschaft Mitglied der Agrarischen Union, die später in Finnische Zentrumspartei umbenannt wurde. Unter ihm kam es dann zu einer Aussöhnungspolitik zwischen Links und Rechts und es gab zum ersten Mal eine Mitte-Links-Regierung. Industrieproduktion und Export konnten in dieser Zeit erheblich gesteigert werden. Die Gesellschaftspolitik erfuhr eine neue Ausrichtung nach Vorbild Schwedens. Es wurden auch neue Wege gegangen, den gesellschaftlichen Reichtum umzuverteilen, doch dann kam der zweite Weltkrieg dazwischen.
Kallio





Risto Ryti 1940-1944

Dieser finnische Politiker schloss einen Vertrag mit den Deutschen, nach dem die Deutschen Finnland im Fortsetzungskrieg gegen die Sowjetunion Waffenhilfe und Getreidelieferungen zusicherten, andererseits Finnland aber verpflichtete, keinen Waffenstillstand mit der Sowjetunion zu schließen, ohne Deutschland einzubeziehen. Glücklicherweise war juristisch gesehen nur Ryti an den Vertrag gebunden. Er trat unter einem Vorwand zurück, nachdem der Großangriff aus der Sowjetunion abgewehrt war. Carl Gustav Mannerheim hat dann den Waffenstillstand mit der Sowjetunion geschlossen. Risto Ryti wurde auf sowjetischen Druck hin zu zehn Jahren Haft wegen Kriegsverbrechen verurteilt,aber schon vier Jahre später wegen begnadigt.




Quelle: Ingrid Bohn – Finnland. Von den Anfängen bis zur Gegewart. In: Geschichte der Länger Skandinaviens. Herausgegeben von Jörg-Peter Findeisen. Regensburg: Verlag Friedrich Pustet, 2005.

Katainen will neue Kernkraftwerke

11. September 2009 um 05:53 | Veröffentlicht in Nachrichten aus Finnland, Politik | Hinterlasse einen Kommentar
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Wie yle.fi heute berichtet, unterstützt Finnlands Finanzminister Jyrki Katainen den Vorschlag für drei weitere Kernkraftwerke in Finnland. Die Erlaubnis für den Bau war auf einer Konferenz diskutiert worden.
Katainen zufolge, bedeuten neue Kernkraftwerke die sichere Energieversorgung Finnlands in der Zukunft.

Arbeitsminister Mauri Pekkarinen ist der Meinung, dass ein weiteres Kernkraftwerk für die Versorgung Finnland vollkommen ausreicht. Im Arbeitsministerium hatte man weitere Energiepläne für die Zukunft diskutiert und erstellt.

Kernkraftwerke sind in Finnland, wie in vielen westlichen Ländern, ein großes Diskussionsthema. Über die Hälfte aller Finnen ist derzeit gegen den Bau eines neuen Kraftwerkes in Finnland. Eine ähnliche Diskussion war bereits entflammt, als es um den Uranabbau in Finnland ging.

Hinterbliebene fordern Entschädigung

8. September 2009 um 07:17 | Veröffentlicht in Kultur, Nachrichten aus Finnland, Politik | Hinterlasse einen Kommentar
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Die Hinterbliebenen der Opfer des Amokläufers in einer Schule in Kauhajoki fordern rund 900.000€ Kompensation.

Im September letzten Jahres starben in Kauhajoki neun Schüler und ein Lehrer, der Schütze war ihr (Mit-)Schüler Matti Saari gewesen. Die Eltern und Verwandten der Opfer fordern nun 840.000€ Entschädigung vom Staat.

Zusätzlich fordern sie eine Bestrafung der Polizei, die sie für die Taten mit verantwortlich machen, da sie Saari seine Waffen nicht abgenommen hatten. Der Schüler war am Tag vor seinem Amoklauf von der Polizei kontrolliert worden, diese stufte die von ihm ausgehende Gefahr aber als “unbedenklich” ein und ließ den Jugendlichen im Besitz seiner Waffen.
Am darauffolgenden Tag hatte Saari zehn Menschen ermordert und sich anschließend selbst gerichtet.

Quelle: yle.fi

Das politische System Finnlands

6. September 2009 um 08:57 | Veröffentlicht in Finnland, Norden, Politik | Hinterlasse einen Kommentar
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Wie teils von euch gewünscht und teils natürlich auch aus eigenem Interesse, gibt es heute einen Beitrag zum Thema “das politische System” Finnlands. Auf der einen Seite hilft es sicherlich das politische System zu kennen, um so auch ein Land besser kennenlernen zu können; auf der anderen Seite möchten wir auch Grundlagen schaffen, auf denen unsere nächsten Themen aufbauen können. Gerade auch im Bereich der Nachrichten ist es sicherlich sinnvoll einen groben Überblick über das Wesen Finnlands zu haben.




Als Einleitung ist erst mal zu sagen: Finnland ist eine Republik, genauer: Finnland ist eine parlamentarische Demokratie mit Elementen einer Präsidialdemokratie¹.
Wie in einem früheren Artikel bereits erwähnt, gibt es derzeit 5,3 Millionen Finnen – von denen derzeit etwa 4,1 Millionen wahlberechtigt sind². Diese wählen das finnische Parlament, ein Einkammernparlament. Zusätzlich wird auch der Staatspräsident alle sechs Jahre direkt vom Volk gewählt. Der Staatspräsident hat allerdings eher eine repräsentative Funktion, so ist sein Hauptarbeitsbereich die Außenpolitik; dennoch unterstehen ihm die Streitkräfte.

Der Ministerpräsident steht an der Spitze der Regierung, in Finnland üblicherweise eine große Koalition. Parlamentswahlen finden alle vier Jahre statt, dann werden die 200 Plätze des Eduskunta (dt.: Parlament) neu besetzt. Dem Parlament direkt verantwortlich ist der Staatsrat (finn.: valtioneuvosto).


In Finnland gilt allgemeines und gleiches Wahlrecht seit 1906, auch für Frauen. Wählen darf jeder finnische Staatsbürger, der zur Wahl das 18. Lebensjahr vollendet hat². Gewählt wird nach dem Verhältniswahlrecht, wie in den anderen nordeuropäischen Staaten ebenso. Die Wahlen sind direkt und geheim. Wahltag ist immer der dritte Sonntag im März, dieser Tag ist gesetzlich festgelegt. Die nächste Wahl ist somit am 20. März 2011.

Finnland ist in 6 Provinzen aufgeteilt, wobei Aland weitgehenden Autonomiestatus genießt. Das zeigt sich auch im Wahlsystem: Aland entsendet immer einen Abgeordneten in den finnischen Reichstag, um bei Entscheidungen Aland betreffend auch vertreten zu sein. Dieser Abgeordnete wird mit Mehrheitswahlrecht gewählt. Der Abgeordnete, unabhängig seiner eigenen Parteizugehörigkeit, schließt sich immer der Parlamentsfraktion der Schwedischen Volkspartei an.

Es gibt in Finnland 15 Wahlkreise, die je nach Populationsdichte bestimmt wurden. Die Anzahl der entsendeten Abgeordneten hängt von der Einwohnerzahl des Bezirks ab und wird vom Staatsrat festgelegt. Im Vergleich entsendete Lappland 1995 acht Abgeordnete, Helsinki hingegen 19². Jede Partei stellt zur Wahl für ihren Wahlkreis eine Kandidatenliste auf, nach der dann die Abgeordneten gewählt werden. Mit seiner Stimme hat ein Finne direkten Einfluss auf den Rang eines Kandidaten auf der Liste und auf die Kräfteverteilung der Parteien an sich.

In Finnland besitzt jeder Wahlberechtigte gleichzeitig aktives und passives Wahlrecht, ausgenommen jedoch Angehörige des Militärs, Justizkanzler, Justizombudsmann und Mitglieder der obersten Gerichtshöfe².


Seit 1. März 2000 ist das Amt des Staatspräsidenten mit Tarja Kaarina Halonen¹ besetzt, der ersten Frau an der Spitze Finnlands. Ihre Bestätigung erlangte sie 2006 mit 51,8%³. Derzeitiger Regierungschef und Ministerpräsident ist Matti Vanhanen, Zentrumspartei¹. Er steht einer Koalitionsregierung aus Zentrumspartei, der konservativen Sammlungspartei, Schwedischer Volkspartei und Grünen vor. Die Opposition bilden daher Sozialdemokraten, Linksbund, Finnische Christdemokraten und Basisfinnen. Derzeit gibt es 19 eingetragene Parteien in Finnland.
Halonen ist mit Alexander Stubb (Außenminister) für die Außenpolitik verantwortlich. Derzeitiger Finanzminister ist Jyrki Katainen.

Die aktuelle Verfassung Finnlands ist seit dem 1. März 2000 in Kraft⁴. In der Verfassungsreform wurde vor allem die Macht des Präsidenten eingeschränkt, so dass dem Parlament und der Regierung mehr Aufgaben zufallen.
Die Verfassungstätigkeit wird in Finnland von normalen Gerichten überprüft, es gibt kein gesondertes Verfassungsgericht.

Das nördlichste Land der EU hat ein Bruttoinlandsprodukt von 29.000€ pro Kopf (2007)⁵. Im EU Ministerrat hat Finnland sieben Stimmen, im europäischen Parlament wird Finnland mit 13 Sitzen vertreten⁵.
Durch den Einfluss der EU mussten viele Gesetze und Regelungen in Finnland modernisiert werden. Das finnische Rechtssystem gilt aber als sehr konstant und wurde nur selten geändert. Die neuen Regulierungen der EU machten aber einen Wandel notwendig.
Der EU Beitritt Finnlands wurde stark diskutiert. Nach Finnlands Erfahrungen in Kriegen, bemüht sich das Land als neutral zu gelten und sich militärisch nicht einzumischen. Ein Zugeständnis an die EU war daher ein sehr brisantes Thema und wird immer noch nicht vollständig akzeptiert.




Weitere Informationen zur Regierung findet man hier.






Quellen:
¹http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Finnland.html
²Ismayr, Wolfgang (Hrsg.): Die politischen Systeme Westeuropas, Wiesbaden: VS Verlag, 2009, S.244
³http://yle.fi/vaalit/videot/id19599.html
⁴http://www.finlex.fi/pdf/saadkaan/E9990731.PDF
⁵http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Europa/EUErweiterung/Laenderinformationen/finnland.html
http://www.government.fi/ (Übrige Informationen)

Neue immigrationskritische Partei auf dem Vormarsch

28. August 2009 um 07:50 | Veröffentlicht in Finnland, Nachrichten aus Finnland, Politik | Hinterlasse einen Kommentar
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In Finnland gibt es bald vielleicht eine neue Partei, die Immigration nach Finnland kritisiert. Die Partei möchte nicht, dass mehr Einwanderer aus finanziellen Gründen nach Finnland kommen. Die Partei schlägt eine Volksabstimmung vor, in der jede Finne seine Meinung zum Thema Einwanderung abgeben kann.

Der geplante Name der Partei ist Muutos 2011 (“Wandel 2011″). Die neue Partei wird gegründet, wenn sie mindestens 5000 Unterstützer findet. Die Partei versucht drei Abgeordnete in das finnische Parlaments bei der Wahl im Jahr 2011 zu entsenden.

Quelle: yle.fi

Regierung beschließt Arbeitsmarktreform

28. August 2009 um 07:38 | Veröffentlicht in Finnland, Nachrichten aus Finnland, Politik | Hinterlasse einen Kommentar
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Die finnische Regierung hat eine neue Arbeitsmarktreform beschlossen. Die Regierunsparteien einigten sich bei der weiterführenden Diskussion zum Jahreshaushalt. Es wurde überlegt, wofür der finnische Staat seinen Jahreshaushalt verwenden will. Für die Arbeitsmarktreform wurden 220 Millionen Euro festgelegt. Mit dem Geld will die Regierung neue Arbeitsplätze schaffen, da sich die Arbeitssituation weiterhin verschlechtert.

Permierminister Matti Vanhanen hofft, dass mit dem Geld bis zu 10000 Arbeitsplätze geschaffen werden können. Die Arbeitsplätze sollen vor allem im Baugewerbe entstehen, zum Beispiel bei der Modernisierung von Schulen oder der Renovierung von Häusern.

Quelle: yle.fi

Regierung bespricht Jahreshaushalt

27. August 2009 um 10:35 | Veröffentlicht in Kultur, Nachrichten aus Finnland, Politik | 1 Kommentar
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Die finnische Regierung bespricht derzeit den nächsten Jahreshaushalt. Es wird diskutiert, wofür die finnische Regierung im Jahr 2010 ihren Etat nutzen will. Bei den Parteien besteht größere Uneinigkeit aufgrund der allgemein schlechten Finanzlage.

Die Regierungsparteien sind sich beispielsweise über die Veränderung der Lebensmittelsteuer nicht im Klaren. Die Regierung hatte beschlossen, dass zuerst die Steuer auf Nahrungsmittel, die im Kaufhaus verfügbar sind, gesenkt werden sollte. Im nächsten Jahr sollte dies dann auch auf die Steuer für Lebensmittel im Restaurant angewandt werden.

Heute will die Regierung mit der Haushaltsbesprechung fortfahren. Dann soll unter Anderem besprochen werden, woher die Regierung das Geld für die Verringerung der Arbeitslosigkeit nehmen will. Das Parlament soll den Haushalt später im Herbst verabschieden.

Quelle: yle.fi

Arbeitslosenzahl in Finnland gestiegen

25. August 2009 um 19:22 | Veröffentlicht in Nachrichten aus Finnland, Politik, Umwelt | Hinterlasse einen Kommentar
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Die Arbeitslosigkeit in Finnland hat sich weiter verschlimmert. 8% der arbeitsfähigen Finnen hatten im Juli keine Arbeit, das sind etwa 210.000 – laut Angaben des statistischen Bundesamtes (Tilastokeskus). Vor allem bei jungen Menschen ist die Lage derzeit schlimm. Bei den unter 25-jährigen sind momentan etwa 15% arbeitslos.

Die Anzahl der Arbeitslosen wird sich, Prognosen zu Folge, wahrscheinlich im nächsten Jahr noch verschlechtern. Finanzminister Jyrki Katainen äußerte, dass sich die Lage vermutlich erstmal nicht bessern würde. Der Staat solle nun beispielsweise der Baubranche unter die Arme greifen. Unternehmen mussten nach der Wirtschaftskrise vermehrt Menschen entlassen.

Quelle: yle.fi

Export im negativen Wachstum

4. August 2009 um 11:36 | Veröffentlicht in Allgemein, Nachrichten aus Finnland, Politik | Hinterlasse einen Kommentar
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Der finnische Warenexport leidet unter der Weltwirtschaftskrise. Der Export ins Ausland ist drastisch zurückgegangen. Vergleiche man die Zahlen im Mai mit denen des Vorjahres, so sei der Export um 41% gesunken. Auch der Import nach Finnland selbst sei weniger geworden. Vor allem der Handel mit Russland sei stark geschwächt.




Quelle: yle.fi

Parteibild in Finnland gleichbleibend

31. Juli 2009 um 14:33 | Veröffentlicht in Nachrichten aus Finnland, Politik | Hinterlasse einen Kommentar
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Die Unterstützung der Parteien in Finnland hat sich nicht groß verändert.
Eine Wirtschafts- und YLE-Umfrage besagt, dass die nationale Sammlungspartei (Kokoomus) weiterhin die beliebteste Partei ist. 22% der Finnen würden sie derzeit wählen. Das Zentrum und die finnische sozialdemokratische Partei (SDP) liegen bei rund 20%. Die Zentrumspartei ist momentan dennoch beliebter als die SDP.
Bei den kleinen Parteien sind die Zahlen der Grünen, auf etwa 12%, etwas gestiegen.

Quelle: yle.fi

Wohnungspreise gestiegen

31. Juli 2009 um 14:21 | Veröffentlicht in Allgemein, Nachrichten aus Finnland, Politik, Umwelt | Hinterlasse einen Kommentar
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Einem Bericht des Tilastokeskus (- vergleichbar mit dem statistischen Bundesamt -) zu Folge, sind die Wohnungspreise in Finnland angestiegen. Vergleiche man die Zahlen zu Beginn des Jahres mit dem heutigen Stand, so sei eine Steigerung von bis zu 4% in den Monaten April bis Juni zu verzeichnen. Die Preise seien vor allem in der Großstadtregion Helsinki angestiegen, im Vergleich zum Rest des Landes.
Der Quadratmeterpreis in der Region Helsinki liegt derzeit bei etwa 2800€. Im Rest des Landes bezahlt man circa 1500€ pro m².

Quelle: yle.fi

Elektroindustrie leidet unter Wirtschaftskrise

31. Juli 2009 um 14:13 | Veröffentlicht in Nachrichten aus Finnland, Politik, Umwelt | 1 Kommentar
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Auch der finnischen Elektronikindustrie geht es nach der weltweiten Wirtschaftskrise schlecht. Die Verkaufszahlen der finnischen Firmen sinken, da sie nicht mehr so viel ins Ausland exportieren können wie vor der Krise. Unternehmen dieser Branche sind beispielsweise Nokia, F-secure oder Wärtsilä.

Dieses Jahr verloren schon rund 10.000 Menschen ihren Job. Die Interessengruppe der Elektrounternehmer sagte, dass der derzeitige schlechte Zustand noch anhalten wird.

Quelle: yle.fi

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