Religion in Finnland
23. August 2009 um 08:24 | Veröffentlicht in Geschichte, Kultur, Sprache | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: beten, Bibel, Evangelisch, finnisch, Finnland, Geschichte, Glaube, Kirche, Kloster, Ladogasee, Luther, Nowgorod, Orthodox, Religion, Schweden, Sprache, Valamo, Walaam
Die Frage nach der Religion und danach, was Finnen glauben stellt sich den meisten Interessierten relativ spät, denn grundsätzlich ist Finnland aufgrund seiner Verfassung ein konfessionsloser Staat, so dass man nicht all zu früh mit Religion konfrontiert wird. Allerdings werden auch in Finnland die Mehrheit der Kinder getauft und 86,7%¹ der Finnen gehören einer Religion an.
Es gibt derzeit in Finnland, trotz der offiziellen Konfessionslosigkeit, zwei Staatskirchen: evangelisch-lutherisch und finnisch-orthodox. Die orthodoxe Kirche hat im Mittelalter Einzug in Finnland erhalten und wurde vorwiegend durch den russischen Einfluss nach Finnland gebracht. Sie verbreitete sich von Nowgorod aus und ist daher vor allem in Karelien stärker vertreten. Als große Teile Kareliens nach der finnischen Niederlage im zweiten Weltkrieg an Russland abgetreten werden mussten, wurden viele Orthodoxe zwangsweise umgesiedelt und über das Land verteilt. So mussten auch die Mönche aus dem Walaam-Kloster (Finnisch: Valamo) evakuiert werden, das auf einer Insel im Ladogasee gelegen ist; der See liegt nah an der Grenze zu Finnland in heute russischem Gebiet. Walaam war und ist das größte Kloster der finnisch-orthodoxen Kirche und diente im Krieg unter Anderem als Lazaret. Nach der Umsiedlung der Mönche nach dem Winterkrieg gründeten sie allerdings das Kloster Neu-Walaam (Uusi Valamo) auf finnischem Gebiet, das lange Zeit das einzige orthodoxe Kloster in Finnland war. Erst 1989 wurde Walaam restauriert und wird nun wieder als Kloster genutzt.
Die orthodoxe Kirche Finnlands (Suomen ortodoksinen kirkko) ist autonom zum Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel⁵.
Das Christentum hinterließ seine ersten Spuren bereits zur Wikingerzeit (9.-11. Jahrhundert). Durch den Kreuzzug Erich des Heiligen kam die (westliche) christliche Lehre nach Finnland. Die erste Diozöse wurde 1276 in Turku gegründet.
Durch die schwedische Herrschaft wurde in Finnland 1527 die “Reformation von oben” nach dem Reichsstag zu Västerås durchgeführt. Das Geld, das Gustav Wasa durch die Reformation einnahm, half ihm seine Schulden bei der Stadt Lübeck zu begleichen. Die ausführenden Kräfte, die im Interesse von König Johan III und seinem Sohn König Sigmund III arbeiteten, sollten allerdings nicht nur Einfluss auf die Religion nehmen. Unter ihnen befand sich auch Michael Agricola, der in Wittenberg studiert hatte. Er schrieb das erste Buch, das je in finnischer Sprache gedruckt wurde: das Abc-kirja (1534) – und trug daher stark zu den Wurzeln der finnischen Sprache bei. Er übersetzte auch das neue Testament ins Finnische.
Im 17. Jahrhundert – noch unter schwedischem Einfluss – war Finnland nicht säkularisiert, der Staat bildete mit der evanglischen Kirche eine Einheit. Abweichungen von der Norm wurden daher hart bestraft.
Religionsfreiheit gibt es offiziell seit 1869 in Finnland – ermöglicht durch die Freiheiten unter Zar Alexander II., allerdings wurde die Religionsfreiheit erst nach der Unabhängigkeit Wirklichkeit und ist seit 1923 in der Verfassung verankert.
In Finnland hat die Kirche noch einen hohen Stellenwert, auch wenn die Zahl der Gottesdienstbesucher – wie in anderen westlichen Ländern – stark rückläufig ist. Die meisten Finnen gehen nur zu hohen Feiertagen in die Kirche, weniger als 10%³ gehen einmal pro Monat in die Kirche. Allerdings spielt gerade in ländlichen Gebieten die Religion noch eine große Rolle, vor allem als soziales Netzwerk. Hier liegen auch die ‘Hochburgen’ der Erweckungsbewegungen, wie zum Beispiel die des Laestadianismus.
Die derzeitige Verteilung der Konfessionen auf die Bevölkerung (5,3 Millionen²):¹
- evangelisch-lutherisch 4.400.000 Mitglieder
- finnisch-ortodox 54.000 Mitglieder
- Pfingstbewegung 50.000 Mitglieder
- Zeugen Jehova 17.000 Mitglieder
- finnische Freikirche 13.000 Mitglieder
- Katholische Gemeinde 6.000 Mitglieder
- jüdische Gemeinde 1.100 Mitglieder
- Islam 1.000 Mitglieder
In den Schulen steht es den Kindern frei zwischen Religion und Ethik zu wählen; in diesem Aspekt ähnelt also das finnische dem deutschen Schulsystem. Im Schnitt betet jeder dritte Finne täglich; über die Hälfte der Finnen gibt an, dass sie hin und wieder einmal beten. Die Kirchensteuer in Finnland beträgt zwischen einem und 2,25%⁴ des Einkommens. Die Staatskirchen werden zusätzlich finanziell vom Staat unterstützt, trotz Säkularisierung. Die Zahl der Anhänger von ‘Minderheitenkirchen’ ist in den letzten Jahren stark gewachsen, was vor allem durch vermehrte Migration zu begründen ist.
Quellen:
¹finn-land.net
²geographixx.de
³state.gov
⁴tilastokeskus.fi</a
⁵ort.fi
Ilta-Sanomat vom 09.04.2009
Ur- und Frühgeschichte Finnlands
16. August 2009 um 18:25 | Veröffentlicht in Geschichte, Sprache | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Archäologie, Österbotten, Bootaxtkultur, Bronzezeit, Eiszeit, Felsmalerei, finnisch, Frühgeschichte, Geschichte, Kammkeramik, Samen, Schnurkeramik, Sprache, Steinzeit, Suomusjärvi-Kultur, Urfinnisch, Volksdichtung, Wikinger, Wolgafinnisch
Dieser Artikel soll einen winzigkleinen Einblick in die Verhältnisse in Finnland in vorhistorischer Zeit geben – also die Zeit, über die hauptsächlich archäologische Funde Aufschluss geben. Abgesehen von denen gibt es ein paar Berichte aus zweiter Hand von römischen und griechischen Autoren, gegen Ende der Frühzeit in Skandinavien Runeninschriften und außerdem kann man aus Verhältnissen späterer Zeiten Rückschlüsse ziehen. Besondere Beachtung wird in diesem Artikel den Ursprüngen der finnischen Sprache geschenkt.
Das Eis der letzten Eiszeit begann sich in Nordeuropa vor etwa 15000 Jahren zurückzuziehen, bis es vor etwa 7000 Jahren fast verschwunden war.
Die ältesten Spuren von Menschen, die man in Finnland gefunden hat, sind über 120000 Jahre alt, stammen also aus einer Zeit vor der letzten Gletscherbildung. Sie wurden 1996 in der Höhle Susiluola (Wolfshöhle) gefunden, die sich an der Küste des bottnischen Meerbusens befindet. Da die Höhle dem Druck des Gletschereises standhielt, kann man dort sehr alte Spuren menschlichen Lebens finden. Es ist noch umstritten, ob es sich bei jenen Menschen um Neandertaler handelte.
Mesolithikum/Mittelsteinzeit
Die frühesten Siedlungen nach dem Rückzug des Eises stammen aus dem 8. Jahrtausend v.Chr. Die Bewohner kamen vermutlich aus Richtung Süden und Südosten. Diese Kultur wird nach dem Hauptfundort der Spuren Suomusjärvi-Kultur genannt. Ihre Menschen lebten am Wasser und zogen den jahreszeitlich wechselnden Fangplätzen hinterher.
Welche Sprache diese steinzeitliche Bevölkerung sprach, ist nicht bekannt. Man vermutet, dass die östlichen Einwanderer eine uralische Sprache, die vom Westen ins Baltikum und von dort nach Finnland kommenden Menschen eine später völlig verschwundene Sprache sprachen. Diese verlorene Sprache war vermutlich nach Vereinigung beider Gruppen eine Zeit lang vorherrschend, bis sie allmählich aufgegeben wurde.
Neolithikum/Jungsteinzeit
Um etwa 4200 v.Chr. entwickelt sich in Finnland die Kammkeramik-Kultur, die – wie der Name schon sagt – Keramik herstellen konnte. Der Name Kammkeramik bezieht sich auf die Verzierung der Tongefäße, auf die wohl mit einem kammartigen Stempel ein immer wiederkehrendes Muster aufgebracht wurde.
Die Menschen blieben weiterhin Jäger und Sammler. Seit etwa 3000 v.Chr. finden sich Felsmalereien an finnischen Felswänden und Klippen. Vermutlich breiteten sich in der Zeit der Kammkeramik-Kultur (4200-1600 v.Chr.) unter anderem Bevölkerungsgruppen aus dem mittleren und oberen Wolgagebiet in Russland Richtung Westen, Nordwesten und Norden aus und brachten mit dem Wolgafinnisch die erste finnougrische Sprachform mit. Da diese Sprache von einer sozial überlegenen Bevölkerungsgruppe gesprochen wurde, konnte sie sich durchsetzen und entwickelte sich zu einer Vorform des Urfinnischen.
Ein paar Jahrhunderte später kam die Bootaxt- oder Schnurkeramik-Kultur (2300-2000 v.Chr.) aus Mitteleuropa über das Baltikum nach Finnland. Der Name Bootaxt-Kultur kommt von den bootförmigen Hammeräxten, von denen man Überreste in Finnland gefunden hat. Der Name Schnurkeramik-Kultur betont mal wieder die Form ihrer Keramik. Diese eingewanderte Kultur, welche sich in Südwestfinnland und an den finnischen Küstenlinien verbreitete, betrieb schon Ackerbau und Viehzucht und unterschied sich somit wesentlich von der Kammkeramik-Kultur.
Die meisten Menschen der Kammkeramik-Kultur passten sich recht schnell an und es bildete sich eine Art Grenze zwischen einer westlichen, „europäischen“ Gruppe und einem östlichen, „nicht-europäischen“ Jägervolk, welches die Kammkeramik-Kultur weiterentwickelte. Hier teilte sich auch das Vor-Urfinnische in einen urfinnischen (westlichen) und einen ursamischen (östlichen) Zweig. Außerdem lässt sich nun zweifelsfrei von der Existenz der Samen in Finnland als eigenständige Kultur mit eigener Sprache sprechen.
Bronzezeit
In Finnland gibt es nur wenige archäologische Funde aus der Bronzezeit (1500-500 v.Chr.). Vor allem in den Küstengebieten kamen Bronzewaffen und Bronzeschmuck aus Schweden in Mode. Die Menschen waren vor allem Skandinavien zugewandt und betrieben viel Handel. Ackerbau und Viehzucht hatten sich jetzt völlig durchgesetzt und wurden inzwischen auch im östlichen Kulturkreis betrieben.
Im Kontrast zur Skandinavien-Orientierung nahm auch der Kontakt zwischen der ursamischen Bevölkerung und der finnougrischen Bevölkerung Osteuropas zu, weil dort die meisten Metalle herkamen.
Vorrömische Eisenzeit
Um etwa 500 v.Chr. verschlechterte sich das Klima und die Bevölkerungszahl ging zurück. Grabbeigaben findet man aus dieser Zeit kaum, entweder weil das damals außer Mode kam oder weil die Handelsverbindungen abbrachen.
Weiterhin wanderten kontinuierlich neue Siedler nach Finnland ein. So bildeten sich die Charakteristika der verschiedenen Gebiete Finnlands aus, welche zu unterschiedlichen Zeitpunkten und aus unterschiedlichen Gebieten Einwanderer aufnahmen.
In den letzten Jahrhunderten vor Beginn der historischen Zeit erlebte während der Völkerwanderungszeit Österbotten (finn. Pohjanmaa) einen starken Aufschwung. Hierauf gründet sich die gewisse Eigenart, die dieser Region zugeschrieben wird. Der Ostseehandel blühte und mit ihm die Waffenherstellung und das künstlerische Handwerk. Etwas später wurden auch in Südwestfinnland die Kontakte nach Skandinavien intensiver.
Die ältesten Teile der finnischen Volksdichtung entstanden vermutlich in dieser Zeit, als germanische Werke wie die ältere Edda und das Beowulf-Epos ihren Weg nach Finnland fanden.
Finnland und die Wikinger
Finnland profitierte auch davon, an einem Handelsweg der Wikinger (um sie vereinfacht mal alle so zu nennen) gelegen zu sein. Es gab ein großes wirtschaftliches Wachstum im Land. An den Wikingerfahrten haben sich die Finnen aber mit Ausnahme der Åländer kaum beteiligt. Zur gleichen Zeit ging aus nicht sicher geklärter Ursache die Hochzeit von Österbotten zu Ende.
Die Gesellschaft bestand vermutlich aus wohlhabenden Bauern, Jägern und Kaufläuten, ebenso wie Besitzlosen und Knechten. Hingegen weist nichts auf die Existenz von politisch mächtigen Herrscherfiguren hin. Dies sollte sich erst in den Anfängen der Mittelalters ändern, als Schweden begann, erste ernsthafte Eroberungsversuche zu unternehmen.
Quelle: Ingrid Bohn – Finnland. Von den Anfängen bis zur Gegewart. In: Geschichte der Länger Skandinaviens. Herausgegeben von Jörg-Peter Findeisen. Regensburg: Verlag Friedrich Pustet, 2005.
Karelien als finnische Ideallandschaft
19. Juli 2009 um 18:10 | Veröffentlicht in Allgemein | 1 KommentarSchlagwörter: Akseli Gallen-Kallela, Architektur, Elias Lönnrot, Eliel Saarinen, Epos, finnisches Nationalmuseum, Geschichte, Jean Sibelius, Kalevala, Karelianismus, Karelien, Künstler, Malerei, Nationalromantik, Ostfinnland, Russland, Volksdichtung
Karelien – das ist das Gebiet welches heute hauptsächlich Ostfinnland und die russische Republik Karelien umfasst – spielte eine bedeutsame Rolle in der nationalen Identitätsfindung Finnlands. In Karelien, so glaubte man, ließen sich die letzten Überreste des Ur-Finnischen finden, noch unbeeinflusst von Schweden. Von den bösen Schweden, zu deren Reich Finnland lange Jahre gehört hatte, musste man sich nämlich abgrenzen.
Die Geschichte Kareliens ist wechselhaft und spannend. Aufgrund seiner Lage war die Landschaft schmerzhaft oft Kriegsschauplatz. Als große Teile nach dem zweiten Weltkrieg der Sowjetunion zufielen, waren viele Menschen gezwungen ihre Heimat zu verlassen.
In diesem Artikel werde ich speziell die kulturelle Bedeutung der nationalromantischen Strömung des Karelianismus (die also Karelien toll fand) Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts anhand von einigen wichtigen Persönlichkeiten aufzeigen. Das sind übrigens ziemlich wichtige Menschen der finnischen Geschichte, auch wenn man sie bei uns kaum kennt.
Der Ursprung des Karelianismus als große Strömung liegt wohl im Werk des Elias Lönnrot. Er war einer derjenigen, die durch entlegene Regionen reisten, um die mündlich überlieferte Volksdichtung aufzuzeichnen, von der es damals, im frühen 19. Jahrhundert, noch einige Überreste gab. Von seinen Sammelkollegen hob er sich deshalb so bedeutsam ab, weil der die Lieder ordnete, ein paar Sachen dazu dichtete und so ein (relativ) einheitliches Epos schuf – das Kalevala. Die erste Version erschien 1835.
Das Werk wurde mit der Zeit so gehyped, dass eine richtige Karelienbegeisterung entstand und allerlei Künstler, Schriftsteller, Volkskundler, Sprach- und Folkloreforscher Pilgerfahrten nach Karelien unternahmen um dort die letzten Reste der „wahren finnischen Kultur“ zu erleben.
Einer von ihnen war der hauptsächlich als Maler bekannte Akseli Gallen-Kallela. Wer einmal das finnische Nationalmuseum in Helsinki besucht hat, konnte dort in der Eingangshalle Deckenfresken von ihm bewundern, die Szenen aus dem Kalevala darstellen. Seine Bilder prägen die Vorstellung von der Welt des Kalevala immer noch stark.
Ein weiterer wichtiger – und eventuell sogar einem breiteren Publikum bekannter – Karelienreiser war der Komponist Jean Sibelius. Einige seiner sinfonischen Dichtungen vertonen Geschichten aus dem Kalevala. Er hörte sich auch den „originalen“ Vortrag der Volksdichtungen an und lies Aspekte der Harmonik, die nämlich noch nicht vom Dur-Moll-System eingenommen war, in seine Werke einfließen. Auf der anderen Seite musste er sich aber auch gegen die Annahme wehren, seine Melodien und Ideen seien allesamt aus der finnischen Volksmusik entlehnt.
Nicht zu übersehen ist die Nationalromantik in der finnischen Hauptstadt. Hier hat sich die Architektur von der traditionellen Architektur Finnlands und Kareliens und außerdem vom Kalevala inspirieren lassen. Der Bedeutendste Vertreter dieser Strömung ist wohl Eliel Saarinen. Von ihm stammen unter anderem der Hauptbahnhof von Helsinki und das finnische Nationalmuseum.
Der bedeutendste Schriftsteller jener Zeit war übrigens Eino Leino, der hierzulande viel zu wenig bekannt ist. In Finnland ist er immer noch einer der beliebtesten Lyriker. Auch Eino Leino hat sich Teils an die kalevalische Dichtung angelehnt.
Zum Abschluss bewundern wir nun noch ein Bild von Koli, einem besonderen Punkt in Karelien, aus. Koli ist ein für finnische Verhältnisse ziemlich hoher Hügel (347 Meter) mit einer besonders schönen Aussicht, von der sich viele Künstler inspirieren ließen und immer noch lassen. Ein Ausflug dahin lohnt sich. Wie am Foto sichtbar, habe ich eher bescheidene Wetterverhältnisse erwischt.

Blick vom Koli
Quelle:
Alho, Olli (Hrsg.): Kulturlexikon Finnland, aus dem Englischen von Gisbert Jänicke, Helsinki. Finnische Literaturgesellschaft. 1998.
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