Finnische Metal Expo / Helsinki Metal Meeting

12. Dezember 2009 um 13:03 | Veröffentlicht in Musik, Termine | 1 Kommentar
Schlagwörter: , , , , ,



Zum 6ten mal wird im Februar 2010 die finnische Metal Expo stattfinden. Sie stellt das Hauptevent im Rahmen des Helsinki Metal Festivals dar. Die ‘Feierlichkeiten’ beginnen nächstes Jahr am 18. Februar mit dem Industrial Day im Nosturi. Neben Finntroll, die dort ihre Release-Show zum Album “Nifelvind” haben, gibt es Musik von Barren Earth und Armour.
Am 19. und 20. Februar geht es dann mit der Metal Expo in der Kabelfabrik (fi.: Kaapelitehdas) weiter. Bewundern kann man dann unter Anderem Amorphis, Kopriklaani, V for Violence und [Amatory].
Außerdem werden die ‘Finnish Metal Awards’ dort verliehen, für die ihr hier abstimmen könnt.

Die Karten sind mittlerweile offiziell im Verkauf, bei Interesse über tiketti.fi oder lippupalvelu.fi.

Weitere Informationen gibts unter fme.fi

Im Interview: Korpiklaani

18. Oktober 2009 um 08:00 | Veröffentlicht in Musik | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , ,



Unser Ziel ist es euch Finnland von vielen verschiedenen Seiten zu präsentieren. Dazu gehört für viele natürlich auch der Bereich Musik – sicherlich ist das ein Weg über den man auf Finnland stoßen kann. Um eine Kultur zu verstehen muss man daher auch viele verschiedene Dinge beleuchten & an dieser Stelle ist es ja auch nicht so als wenn es uns nun keinen Spaß machen würde über Musik zu schreiben.


Daher möchten wir euch heute einen Einblick in die Welt der Band Korpiklaani geben. Die besten Informationen findet ihr sicherlich auf der Bandhomepage selbst, aber dennoch ein paar zusammenfassende Worte zu Beginn: Korpiklaani kommen – überraschenderweise – aus Finnland und ihr Name bedeutet so viel wie „Klan des Waldes“. Die Band gibt es seit 2003. Ihr Stil wird meist als Folk Metal beschrieben, aber über Genres lässt sich ja bekanntlich auch streiten. Sie selbst bezeichnen ihren Stil auch vom Humppa beeinflusst. Charakteristisch für ihre Musik ist auch der Einsatz von Violine, Flöte, Akkordeon und Jouhikko*.
Wenn man Korpiklaani beschreiben müsste, würde man vermutlich vor allem auch auf ihre Texte eingehen. Neben Hymnen zu alkoholischen Getränken bietet die Band nämlich auch viele tiefergreifende Texte, die sich vor allem mit Finnland selbst auseinandersetzen. Als Beispiele sollten hier Cottages & Saunas (vom Voice of Wilderness-Album) und Midsummer Night (vom Tales Along This Road-Album) ausreichen.




Wir hatten das Glück ein Interview mit Jonne Järvelä (Gitarre und Gesang) und Kalle Savijärvi (Gitarre) von eben jener Band zu führen. Grundsätzlich ging es darum den Hintergrund zu ihrer Musik zu erfahren und zu erforschen. Das Interview war Grundlage für einen Vortrag den Anna und ich letztes Jahr in Finnland gehalten haben.
Zu Beginn baten wir „Korpiklaani“ erst einmal darum zu erklären, was sie mit ihrer Aussage „wir spielen typisch finnische Musik“ meinen. Jonne erzählte dann, dass der Einfluss aus dem Norden für die Band und ihre Musik immer sehr wichtig gewesen sei. Vieles begründe sich aus Traditionen. Vor allem dann eben finnische und saamische Traditionen, wie man in der Bandgeschichte** auch sehen könne. Grundsätzlich aber ist er der Ansicht, dass heutzutage Heavy Metal die finnische Volksmusik sei und daher seien Korpiklaani eben auch typisch finnisch.
Auf die Frage was finnische Musik denn dann für sie ausmache, wurde uns gesagt, dass Heavy Metal vor allem eins ist: Einfach. Man geht los, stellt sich auf die Bühne und spielt ein bisschen Gitarre. Die Beziehung zwischen finnischer Musik und Heavy Metal sei absolut wichtig.
Bei dem Unterschied zwischen finnischer und ausländischer Musik waren sich die beiden generell nicht einig, bis auf die Aussage, dass das aber eine schwierige Frage wäre. Jonne ist der Ansicht, dass man beispielsweise irische und finnische Musik gut vergleichen kann, vor allem aufgrund ihrer Einflüsse aus der landeseigenen Identität. Hierin liege auch der Unterschied zu beispielsweise slawischer/russischer oder pauschal „südlicher“ Musik. Kalle findet vor allem die Unterschiede der Komponisten ausschlaggebend.
Da es uns ja auch interessierte, wie der finnische Staat mit Musik umgeht, fragten wir, welche Hilfe man als Band vom Staat denn bekommen könne, um dann festzustellen, dass der Staat vor allem auf kommerzielles Potential achtet. Korpiklaani bekommen – trotz ihrer Verbundenheit zum Land und ihren Bemühungen um finnische und saamische Traditionen – keinerlei Hilfe vom Staat. Man ist in der Regierung noch der Ansicht, dass Heavy Metal und Volksmusik nicht zusammengehören und die Band keinen Verkaufswert habe. Die Rezeption der Band ist also im eigenen Land offensichtlich anders als im Ausland. So hat man auch versucht Unterstützung im kulturellen Rahmen zu bekommen, aber auch die meisten Kulturorganisationen zeigten bisher wenig Verständnis für die Musik von Korpiklaani.
Der nächste Punkt unseres Interviews betraf noch einmal die Einflüsse, die ihre Musik durch das Land bekommt. Jonne erklärte, dass er etwa fünf Jahre in Lappland gelebt habe und dort viel über eine durchaus auch fremde Kultur gelernt habe. Außerdem ziehe sich die Band zum Songschreiben gerne in die „Wildnis“ zurück. Einsam, mitten im Wald und weit entfernt vom nächsten Supermarkt harre man drei Wochen aus und versuche dann – wenn man sich aufgrund der Nähe nicht gerade streitet – ein Album zu schaffen. Hauptsache ist die Ruhe die man eben für diesen Prozess braucht. Es wurde auch betont, dass die Band nicht synthetisch sei.
Außerdem ließen wir die beiden erklären, warum manche ihrer Songtexte nicht auf Finnisch, sondern auf Englisch verfasst sind. Jonne schob die Schuld auf die Sprache selbst, denn in der Muttersprache wäre es viel schwieriger sich auszudrücken, vor allem weil die Sprache Grenzen habe. Oft schienen finnische Texte auch arrogant oder aufgeblasen. Um also in der englischen Sprache zu dichten, bräuchte man viel weniger Mühe – man müsse einfach nur singen.
Allerdings würden Korpiklaani ihre finnischen Songtexte nicht für internationalen Erfolg verändern. Die Musik und die Texte gehören für sie einfach zusammen, auch wenn so vielleicht die Hörerschaft eingeschränkt würde. Im Zweifel müssten sich ausländische Fans Übersetzungen suchen oder kurz die Sprache lernen – eine Komposition könne man schließlich nicht einfach zerstören.
Zum Schluss fragten wir noch, ob und welche Lieblingsbands die beiden denn haben – und bekamen eine gute, nicht finnische Auswahl: Motörhead, W.A.S.P., Kiss, Judas Priest und Iron Maiden. Schließlich seien sie ja auch schon alt.




Was bleibt also als Zusammenfassung für uns nach dem Interview?
Einsatz für die Traditionen wird nicht immer belohnt, aber lohnen tut er sich trotzdem – und wenn es nur der Ausdruck in der eigenen Musik ist. Musik an sich kann ihre Einflüsse aus vielen Gebieten nehmen, geht aber auch immer auf die Identität des Autors selbst zurück. Finnland bietet für diese Band ganz klar eine Grundlage und einen Weg sich auszudrücken. Außerdem: Fremde Kulturen auch innerhalb der eigenen Landesgrenzen zu erforschen erweitert den eigenen Horizont. Aber den stärksten Einfluss kann Korpiklaani aus ihren eigenen Wurzeln ziehen.








Anmerkungen:
*Für alle, die mit diesem Wort nun nichts anfangen können: Jouhikko ist ein mit der Kantele verwandtes, traditionelles Instrument, das vor allem in der finnischen Volksmusik eingesetzt wird.
**Die Vorgängerband aus der sich Korpiklaani gründete hieß Shaman und beschäftigte sich vor allem mit der saamischen Kultur.




- Und damit ihr noch seht, mit wem wir da gesprochen haben, noch ein kleines Bild zum Ende:
korpiklaaniundwir

Konzerttermine I

27. August 2009 um 21:25 | Veröffentlicht in Musik, Termine | 1 Kommentar
Schlagwörter: , , , , ,

Hier mal in gesammelter Form ein paar Termine für Freunde finnischer Musik:

Amberian Dawn
4. Okt. 2009 Zeche, Germany Bochum
15. Okt. 2009 Substage, Germany Karlsruhe
21. Okt. 2009 Rocking Chair, Switzerland Vevey
22. Okt. 2009 Backstage, Germany München
25. Okt. 2009 Szene, Austria Vienna
05. Nov. 2009 Z7, Switzerland Pratteln

Amorphis
07.10. Columbia Club, Berlin (DE)
15.10. MusikZentrum, Hannover (DE)
16.10. Alte Spinnerei, Glauchau (DE)
18.10. Seifenfabrik, Graz (AT)
20.10. Szene, Vienna (AT)
21.10. Colos-Saal, Aschaffenburg (DE)
22.10. Z7, Pratteln (CH)
23.10. Juz Live Club, Andernach (DE)
24.10. Hellflame Festival, Lichtenfels (DE)
05.11. Substage, Karlsruhe (DE)
06.11. Backstage, Munich (DE)
07.11. Turock, Essen (DE)

Ensiferum
01. Okt. 2009 Markthalle, DE Hamburg
03. Okt. 2009 Devil’s Revenge Festival, DE Hamm
04. Okt. 2009 Essigfabrik, DE Köln
21. Okt. 2009 Backstage, DE Munich
22. Okt. 2009 Arena, AT Wien
23. Okt. 2009 F- Haus, DE Jena
24. Okt. 2009 Hellflame Festival, DE Lichtenfels
26. Okt. 2009 Colos Saal, DE Aschaffenburg
27. Okt. 2009 Eisenbahnhalle, DE Losheim/Saar
28. Okt. 2009 Z7, CH Pratteln
29. Okt. 2009 Substage, DE Karlsruhe
31. Okt. 2009 N8, DE Osnabrück

Indica
16.09.2009 Helsinki in Berlin festival, Berlin

Korpiklaani
11. Sep. 2009 Backstage Munich
12. Sep. 2009 Hellraiser Leipzig
13. Sep. 2009 Columbia Club Berlin
14. Sep. 2009 Hirsch Nürnberg
15. Sep. 2009 Markthalle Hamburg
17. Sep. 2009 Batschkapp Frankfurt
18. Sep. 2009 Stadtgarten Erfurt
19. Sep. 2009 FZW Dortmund
23. Sep. 2009 Z7 Pratteln
24. Sep. 2009 Illipse Illingen
26. Sep. 2009 LKA Longhorn Stuttgart
29. Sep. 2009 Seifenfabrik Graz
01. Okt. 2009 Hafen Innsbruck
02. Okt. 2009 Arena Wien
03. Okt. 2009 Posthof Linz

Bloggen Sie auf WordPress.com. | Theme: Pool von Borja Fernandez.
Einträge und Kommentare Feeds.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.